Lage zum Zeitpunkt der Berichterstellung

Konjunkturelle Entwicklung ungewiss

Die ersten Wochen des laufenden Geschäftsjahres waren von großer Unsicherheit geprägt. Unter dem Eindruck der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise kursierten zum Teil im Tagesrhythmus wechselnde Meldungen, die unterschiedlichste konjunkturelle Verläufe prognostizierten. So gab das Statistische Bundesamt Ende Januar bekannt, das BIP sei im vierten Quartal 2008 stärker zurückgegangen als erwartet. Andererseits stieg aber beispielsweise der ZEW-Index, ein wichtiger Indikator für die Einschätzung der aktuellen Lage und die Zukunftsaussichten. Ebenso gab es Stimmen, die bereits zur Jahreshälfte 2009 die Wirtschaft wieder im Aufschwung sehen, während andere von einer längeren und ausgedehnten Rezession ausgehen. Insgesamt verfestigte sich aktuell aber die Prognose, dass das BIP in Deutschland in einer Spanne von circa minus 2 Prozent bis minus 3 Prozent deutlich rückläufig sein wird. Diese Erwartung ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass einige Branchen wie Banken, Automobil oder Maschinenbau von der Krise stärker betroffen sind und zugleich einen großen Beitrag zum BIP leisten.

Die IT-Branche wurde zu Jahresbeginn 2009 noch nicht in vergleichbarem Ausmaß wie andere Branchen in Mitleidenschaft gezogen. Für die Bereiche Service und Software sind die Prognosen verhalten, aber nach wie vor positiv. Von vielen Anwenderunternehmen wird die IT in der gegenwärtigen Situation sogar als Teil der Problemlösung erkannt. Während von der Krise stärker betroffene Branchen Investitionen zurückhaltender tätigen, ist in anderen Branchen noch kein nennenswerter Rückgang spürbar. Vor allem bei den öffentlichen Auftraggebern dürften die zu Jahresbeginn von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturpakete deutliche Impulse setzen. Mit entsprechend positiven Effekten ist allerdings erst im Jahresverlauf zu rechnen, wenn die finanziellen Mittel auch tatsächlich bereitgestellt werden.

In einem Umfeld schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen und vor dem Hintergrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichnete Bechtle in den ersten beiden Monaten 2009 eine schwache Nachfrage. Die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit äußerte sich bei vielen Kunden in Form einer deutlichen Zurückhaltung, die sich in zahlreichen Projektverschiebungen zeigt. Aktuell reichen Umsatz sowie Ertrag nicht an das Niveau des Vorjahres heran. Eine verlässliche, belastbare Tendenz für das Gesamtjahr lässt sich aus diesen Entwicklungen aber noch nicht ableiten. Entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung der Bechtle-Gruppe 2009 dürfte unter anderem sein, inwieweit im Jahresverlauf die Nachfrage im Kernkundensegment Mittelstand wieder anzieht.