Kapitalflussrechnung

Der Cashflow des Bechtle-Konzerns weist im Berichtsjahr erneut eine überaus positive Entwicklung auf.

Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit konnte erheblich gesteigert werden

Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 18,9 Prozent auf 49,9 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 42,0 Mio. €). Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung sind neben dem höheren Vorsteuerergebnis vor allem Veränderungen im Nettovermögen. So konnte durch den Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein Mittelzufluss von 6,9 Mio. € generiert werden, während der Mittelabfluss aus dem Aufbau der Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Mio. € geringer ausfiel.

Gegenläufig war die Entwicklung der Kapitalverwendung bei den Verbindlichkeiten im Nettovermögen. Die Mittelabflüsse aus dem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen stichtagsbedingt um 7,4 Mio. € über dem Vorjahreswert.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verdoppelte sich nahezu von 9,5 Mio. € auf 18,1 Mio. €. Hier machten sich vor allem die von 7,7 Mio. € im Vorjahr auf 9,4 Mio. € gestiegenen Auszahlungen für Akquisitionen sowie die um 3,4 Mio. € auf 13,7 Mio. € erhöhten Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen bemerkbar. Darüber hinaus verzeichnete die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2007 hingegen noch einen einmaligen Mittelzufluss aus dem Verkauf einer Immobilie in der Schweiz in Höhe von 4,7 Mio. €.

Der Free Cashflow erhöhte sich von 25,8 Mio. € auf 28,3 Mio. €. Die Verbesserung steht im Zusammenhang mit der positiven Entwicklung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit und der nur leicht gestiegenen Abflüsse für Akquisitionen sowie Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Zudem konnte aufgrund der Veräußerung der TomTech ein erster Teilbetrag als Zahlungseingang verbucht werden.

Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 10,1 Mio. € nach 16,1 Mio. € im Vorjahr. Hier wirkte sich vor allem die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten mindernd aus, während der Mittelabfluss für Dividendenausschüttung und den Erwerb eigener Aktien zunahm.

Die liquiden Mittel stiegen zum Ende des Berichtszeitraums deutlich um 25,0 Mio. € auf 77,3 Mio. €.

CASHFLOW in Mio. €

    2004   2005   2006   2007   2008
Cashflow aus                    
- Betriebstätigkeit   46,2   28,1   26,9   42,0   49,9
- Investitionstätigkeit   - 38,4   - 20,2   - 19,3   - 9,5   - 18,1
- Finanzierungstätigkeit   19,8   - 21,2   - 18,3   - 16,1   - 10,1
Liquide Mittel   61,5   48,2   36,7   52,3   77,3
Free Cashflow   9,9   6,4   5,7   25,8   28,3

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten werden im Konzernanhang erläutert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte aufgrund der untergeordneten Bedeutung des Finanzergebnisses für den Bechtle-Konzern keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente, wie Forderungsverkäufe oder Haftungszusagen gegenüber Zweckgesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind, wurden im Berichtsjahr und auch in den vorausgegangenen Geschäftsjahren grundsätzlich nicht eingesetzt. Eine Ausnahme stellt der Erweiterungsbau am Firmensitz der Bechtle AG dar. Dieser ist über einen sogenannten Rückmietverkauf (sale and lease back) finanziert.

Liquidität sichert Wachstum

Der Vorstand der Bechtle AG sieht angesichts der starken operativen Geschäftsentwicklung keinerlei Anzeichen für Liquiditätsengpässe des Konzerns. Es stehen nach wie vor ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung, um organisch und über Akquisitionen weiter zu wachsen.