Gesamtwirtschaft

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Nach ersten Zahlen von Eurostat ist die Wirtschaft im Euroraum im Jahr 2008 nur noch geringfügig gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone lag im Berichtsjahr bei plus 0,7 Prozent gegenüber plus 2,7 Prozent im Vorjahr. Die Wachstumsdynamik hat im Jahresverlauf stark nachgelassen. Nur im ersten Quartal konnte das BIP gegenüber dem Vorquartal noch zulegen, in den Folgequartalen war es schon rückläufig und im vierten Quartal schrumpfte die Wirtschaft um 1,5 Prozent. Das ist der größte Rückgang seit Gründung des Währungsraums. Die Ausrüstungsinvestitionen haben sich im Gesamtjahr allerdings besser behauptet und stiegen um 2,2 Prozent.

Wirtschaftsleistung im Jahresverlauf zunehmend schwächer

Auch die deutsche Wirtschaftsleistung ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts deutlich zurückgegangen. Das BIP stieg im Berichtsjahr zwar um 1,3 Prozent, 2007 betrug das Wachstum jedoch noch 2,5 Prozent. Die Quartalsentwicklung verlief ähnlich wie in der EU. Lediglich im ersten Quartal des Jahres 2008 konnte die deutsche Wirtschaft noch Wachstum verzeichnen. Wachstumsimpulse kamen 2008 ausschließlich aus dem Inland. Die größte Steigerungsrate verzeich- neten die Bruttoanlageinvestitionen mit 4,4 Prozent. Dabei stiegen die Ausrüstungsinvestitionen überproportional um 5,9 Prozent und lagen dabei nur leicht unter dem Vorjahreswert von 6,9 Prozent. Die Konsumausgaben des Staates nahmen 2008 preisbereinigt um 2,0 Prozent zu und hielten damit die Wachstumsrate des Vorjahres (2,1 Prozent). Aufgrund des geringen Anstiegs der Exporte war der Außenbeitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung mit minus 0,3 Prozentpunkten rückläufig.