Managementstruktur

Im Berichtsjahr wurden die Führungsstrukturen der Bechtle AG durch die Schaffung zusätzlicher Leitungspositionen und Ernennung neuer Bereichsvorstände weiter an die Unternehmensgröße und Marktanforderungen angepasst. Dabei standen wie auch im Vorjahr zwei Themen im Vordergrund: erstens die Sicherung der für Bechtle strategisch wichtigen Dezentralität als eines der obersten Geschäftsprinzipien im Systemhausbereich, zweitens die Etablierung skalierbarer und modularer Strukturen, die klar auf die künftigen Wachstumsfelder des Unternehmens ausgerichtet sind.

Managementstruktur der Bechtle AG (Grafik)

Wichtigstes Merkmal der Managementstruktur ist nach wie vor die hierarchische Trennung der strategischen Konzernführung durch den Vorstand von der Leitung der operativen Einheiten.

Damit trägt Bechtle den stark gewachsenen Leitungsaufgaben Rechnung und sichert eine hohe Effizienz in der Steuerung und Führung des Konzerns. Die beiden Geschäftssegmente IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce sind nicht nur von abweichenden Denkarten und Strukturen geprägt, sondern haben auch für ihre Expansion unterschiedliche Entwicklungsstrategien. Durch die zum 1. Januar 2009 vollzogene Erweiterung des Holdingvorstands und die neue Ressortverteilung haben, neben dem Vorstandssprecher, der die Zentralfunktionen verantwortet, diese beiden Segmente des Konzerns auch eigene Vorstände auf der strategischen Ebene erhalten. Zudem wurde die Segmentbezeichnung IT-Systemhaus um den Zusatz „Managed Services“ erweitert. Mit dieser Ergänzung bringt das Unternehmen auch gegenüber den Kunden die enge Verzahnung von Managed Services und Systemhäusern zum Ausdruck.

Darüber hinaus hat Bechtle im Berichtsjahr die Systemhausaktivitäten durch den Markteintritt in Österreich erweitert und ist mit nunmehr über 50 Systemhausstandorten dem Ziel der Flächendeckung in der D-A-CH-Region einen Schritt näher gekommen. Im Segment IT-E-Commerce baute der Konzern seine europaweite Aufstellung weiter aus und hat im Berichtsjahr in Irland und im März 2009 in Portugal neue Handelsgesellschaften gegründet.

Die Leitung der operativen Einheiten erfolgt durch sogenannte Bereichsvorstände. Neben dem segmentübergreifenden Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber verantworten die Bereichsvorstände im Segment IT-Systemhaus & Managed Services jeweils die Aktivitäten der Bechtle IT-Systemhäuser in Deutschland – unterteilt nach den Regionen Nord / Ost, Süd und Mitte -, in der Schweiz und in Österreich sowie Managed Services. Im Segment IT-E-Commerce werden durch sie die Handelsgeschäfte der Marken Bechtle direkt sowie ARP Datacon und das Lizenzgeschäft der Comsoft direct-Gesellschaften gesteuert.

Der zentrale Bereich Logistik & Service ist weiterhin direkt dem Holdingvorstand zugeordnet, ebenso wie die übrigen zentralen Funktionen Controlling und Finanzen, Investor Relations, IT-Rechenzentrum, Personal, Qualitätsmanagement, Recht und Compliance sowie Unternehmenskommunikation.

Im Bereich Softwarelizenzierung und -management hat Bechtle im Berichtsjahr die Strukturen weiter ausgebaut. Der bislang in der Schweiz, in Frankreich und in den Niederlanden tätige Spezialist für dieses Geschäftsfeld, die Comsoft direct AG, erhielt einen neuen Standort in Österreich. Damit wurde der internationale Ausbau in diesem Bereich weiter vorangetrieben. Hintergrund dieser Konzentration der Kompetenzen innerhalb der Bechtle-Gruppe ist, für das immer komplexere Thema Softwarelizenzierung ein schlagkräftiges Expertenteam zur Verfügung zu haben, das den Kunden herstellerübergreifend ein Full-Service-Lösungsportfolio anbietet. In Deutschland werden diese Leistungen unmittelbar durch die Systemhäuser, unterstützt von der Logistik & Service, angeboten. In der Schweiz ergänzt die Comsoft direct die Bechtle-Standorte bei diesem Angebot, in den anderen Ländern agiert sie selbstständig am Markt.